Akademische Fachgesellschaft
Pflegeökonomie
Wo Pflege auf Ökonomie trifft.
Die Akademische Fachgesellschaft Pflegeökonomie vereint Pflegefachpersonen, Forschende und Führungspersonen an der Schnittstelle von Pflege und Gesundheitsökonomie.
gegründet
Mitglieder:innen
Co-Präsidentinnen
Sprachregionen
vertreten
Unsere Schwerpunkte
Zusammenarbeit & Synergien
Wir vernetzen uns aktiv mit Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Pflegenetzwerken — für gemeinsame Webinare, Workshops und Austausch über Disziplinen hinweg.
Sichtbarkeit
Wir machen den Beitrag der Pflegeökonomie auf LinkedIn, an Veranstaltungen und in der fachlichen, politischen und öffentlichen Debatte sichtbar.
Politischer Beitrag
Wir wirken an Positionspapieren und Expertenkonsultationen mit – für ein faires, effizientes und qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem.
Offener Dialog
Wir schaffen Raum für ehrliche, praxisnahe Gespräche über Pflegeökonomie. Von Finanzierung und APN-Vergütung bis zu Fachkräftemangel.
Forschung & Evidenz
Wir fördern pflegeökonomische Forschung und die Nutzung von Evidenz in Praxis, Management und Politik.
Bildung & Kompetenzaufbau
Wir unterstützen akademische Lehre und wissenschaftliche Publikationen, um Fachwissen in Pflegeökonomie und Outcomes-Forschung aufzubauen.
Akademische Fachgesellschaft
Pflegeökonomie
Über uns
Die Pflegeökonomie verbindet Gesundheitsökonomie, Versorgungsforschung, Outcomes-Forschung und Gesundheitspolitik mit den Realitäten der Pflegepraxis. Sie widmet sich Fragen, die für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Versorgung entscheidend sind: Wie sollen Ressourcen verteilt werden? Was kostet wirksame Pflege – und welchen Mehrwert schafft sie? Wie kann wissenschaftliche Evidenz bessere Entscheidungen in der klinischen Praxis, im Management und in der Politik unterstützen?
Das Schweizer Gesundheitssystem verändert sich rasant. EFAS, die neue einheitliche Finanzierung, die im November 2024 von den Schweizer Stimmberechtigten angenommen wurde, wird ab 2028 die Finanzierung der Versorgung in allen Bereichen neu gestalten. Offene Fragen zur Vergütung von APN-Leistungen und zur Umsetzung der Pflegeinitiative verleihen dieser Entwicklung zusätzliche Dringlichkeit. Die ASNE setzt sich dafür ein, dass die Pflegewissenschaft in diesen Debatten eine starke und fundierte Stimme hat.
Wir fördern die Zusammenarbeit, wollen die Forschung in der Pflegeökonomie voranbringen und setzen uns dafür ein, Evidenz mit Praxis und Politik zu verbinden – in der klinischen Versorgung, der Wissenschaft, dem Management und der Gesundheitspolitik in der Schweiz.
Unsere Geschichte
Die ASNE entstand aus einer Lücke, die viele in der Schweizer Pflegewissenschaft erkannt hatten: Die ökonomischen Dimensionen der Pflege gewannen zunehmend an Bedeutung, doch die Pflege war in diesen Diskussionen nur begrenzt vertreten.
Iren Bischofberger setzte sich während ihrer Zeit als Präsidentin des VfP frühzeitig und konsequent dafür ein, diesem Thema einen eigenen Raum zu geben. Wie daraus die ASNE wurde, zeigt unsere Geschichte:
Wachsende Gemeinschaft
Die Mitgliederzahl wächst stetig. Vier Gründungsmitglieder – Monica Bianchi, Stefan Kunz, Fritz Frauenfelder und Michael Simon – sind bis heute aktiv dabei.
Neues Co-Präsidium
Sarah Holzer und Sibylle Fischbacher
Anpassung Präsidium
Katja Bohner
Die Gründung
Zwölf Fachleute aus der ganzen Schweiz gründen die ASNE: Forschende, Dozierende und klinische Führungspersonen aus Universitäten, Spitälern und Pflegeinstitutionen.
Anna-Barbara Schlüer und Katja Bohner übernehmen das Co-Präsidium.
Der Antrag
Monica und Stefan versammeln eine Gruppe interessierter Kolleg:innen und reichen an der VfP-Generalversammlung den formellen Antrag zur Gründung einer AFG Pflegeökonomie ein.
Der Antrag wird angenommen.
Die Idee entsteht
Ein Vortrag von Iren Bischofberger im MSc-Studiengang an der SUPSI in Lugano löst eine Diskussion aus. Beim Abendessen am selben Abend nimmt die Idee mit Monica Bianchi und Stefan Kunz Form an.
Unsere Ziele
| Zusammenarbeit und Synergien |
| Wir suchen aktiv nach Verbindungen zu anderen wissenschaftlichen Gesellschaften, Berufsverbänden und Pflegenetzwerken. Die Schaffung von Synergien über Disziplinen, Institutionen und Praxisbereiche hinweg ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit der ASNE. In der Praxis: Gemeinsame Webinare, gesellschaftsübergreifende Workshops, interdisziplinäre Austauschprogramme |
Offener Dialog |
| Wir bieten Raum für ehrliche, praxisnahe Gespräche über die Wirtschaftlichkeit der Pflege, von der Finanzierung des Gesundheitswesens und der Vergütung von APNs bis hin zu Fragen der Personalausstattung und der Pflegeorganisation. In der Praxis: Regelmässige Treffen (online und vor Ort), thematische Webinare, die für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind |
Sichtbarkeit |
| Wir fördern den Beitrag der Pflegeökonomie in fachlichen, politischen und öffentlichen Diskussionen. Dazu gehört auch eine aktive Präsenz auf LinkedIn und anderen sozialen Medien. In der Praxis: Präsenz auf LinkedIn, Veranstaltungen, Medien, Öffentlichkeitsarbeit |
Forschung und Evidenz |
| Wir unterstützen die Pflegeökonomieforschung und fördern die Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in der klinischen Praxis, im Management und in der Gesundheitspolitik. Für die Zukunft ist eine gemeinsame Forschungsagenda geplant. In Zukunft: Veröffentlichungen, gemeinsame Forschungsagenda |
Beitrag zur Politikgestaltung |
| Wir leisten Beiträge zu Positionspapieren und Expertengutachten, die faire, effiziente und hochwertige Gesundheitssysteme fördern. In Zukunft: Positionspapiere, Expertenbefragung |
Bildung und Kompetenzen |
| Wir unterstützen die akademische Lehre und wissenschaftliche Publikationen, um Fachwissen in den Bereichen Pflegeökonmie und Outcomes Research (HEOR) aufzubauen. In der Praxis: Lehrtätigkeit, Beiträge, Veröffentlichungen von ASNE-Mitgliedern |
Akademische Fachgesellschaft
Pflegeökonomie
Mitwirkende
Sibylle Fischbacher
MScN, MSc in Health Economics and Management, RN
Co-Präsidentin ASNE
Advanced Practice Nurse (APN-CH)
Intensivstation,
Stadtspital Zürich Waid
Sarah Holzer
MScN, RN
Co-Präsidentin ASNE
PhD-Kandidatin
Departement Public Health,
Institut für Pflegewissenschaft,
Universität Basel
Monica Bianchi
PhD, EMBA, RN
Professorin, Leiterin des Masterstudiengangs in Pflegewissenschaften – SUPSI
ORCID ResearchGate
Loris Bonetti
PhD, RN
Leiter des Kompetenzzentrums für Pflegeforschung und Dozent – Ente Ospedaliero Cantonale (EOC) / SUPSI
Fritz Frauenfelder
PhD, EMPA, RN
Leiter der Bereiche Pflege, Therapien und Sozialarbeit – Psychiatrisches Universitätsspital Zürich
ORCID ResearchGate
Michael Ketzer
MScN, RN
Doktorand, Institut für Pflegewissenschaft (INS), Universität Basel und Pflegewissenschaftler, Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK) Basel.
Cédric Mabire
PhD, RN
Außerordentlicher Professor und stellvertretender Direktor für Bildung IUFRS, Fakultät für Biologie und Medizin – Universität Lausanne
Michael Simon
PhD, RN, FEANS
Außerordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Pflegewissenschaft, Universität Basel, Co-Vorsitzender des Fachbereichs für Public Health
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Pflegeökonomie
Termine
Von informellen Online-Treffen bis zum nationalen Kongress: hier triffst du die ASNE. Schau vorbei für den Austausch mit Kolleg:innen, entdecke aktuelle Themen der Pflegeökonomie und lerne unsere Gemeinschaft kennen – online oder vor Ort.
Du bist herzlich willkommen, komm einfach zum Schnuppern vorbei.
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Unsere kommenden Termine findest du in unserer Terminübersicht.
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Pflegeökonomie
Wissenschaftliche Literatur
Die folgende Liste bietet einen Einstieg für alle, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Pflegeökonomie befassen, sowie eine Orientierungshilfe für diejenigen, die ihr Wissen in bestimmten Bereichen vertiefen möchten. Die Beiträge wurden von ASNE-Mitgliedern ausgewählt und decken vier Schlüsselthemen ab; hinzu kommt ein Abschnitt mit Veröffentlichungen von ASNE-Mitgliedern.
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Thema 1 – Personalausstattung in der Pflege und Patientenergebnisse
Dies sind die grundlegenden Studien, die den Zusammenhang zwischen der Personalausstattung in der Pflege und den Behandlungsergebnissen aufzeigen. Sie werden in der Gesundheitspolitik häufig zitiert und bilden die empirische Grundlage für die Pflegeökonomie als Fachgebiet.
- Aiken, L. H., Clarke, S. P., Sloane, D. M., Sochalski, J., & Silber, J. H. (2002). Hospital nurse staffing and patient mortality, nurse burnout, and job dissatisfaction.. JAMA, 288(16), 1987-1993. DOI: 10.1001/jama.288.16.1987
- Aiken, L. H., Sloane, D. M., Bruyneel, L., Van den Heede, K., Griffiths, P., Busse, R., Diomidous, M., Kinnunen, J., Közsi, M., Lesaffre, E., McHugh, M. D., Moreno-Casbas, M. T.,
- Rafferty, A. M., Schwendimann, R., Scott, P. A., Tishelman, C., van Achterberg, T., & Sermeus, W. (2014). Nurse staffing and education and hospital mortality in nine European countries: a retrospective observational study.. The Lancet, 383(9931), 1824–1830. DOI: 10.1016/S0140-6736(13)62631-8
Thema 2 – Pflegespezifische Ergebnisse und Qualitätsindikatoren
Diese Beiträge bilden die methodische Grundlage für die Messung des Beitrags der Pflege zur Patientenversorgung anhand definierter Qualitätsindikatoren.
- Needleman, J., Buerhaus, P., Mattke, S., Stewart, M., & Zelevinsky, K. (2002). Nurse-staffing levels and the quality of care in hospitals.. New England Journal of Medicine, 346(22), 1715-1722. DOI: 10.1056/NEJMsa012247
- Öner, B., Zengul, F. D., Oner, N., Ivankova, N. V., Karadag, A., & Patrician, P. A. (2021). Nursing-sensitive indicators for nursing care: A systematic review (1997–2017).. Nursing Open, 8(3), 1005–1022. DOI: 10.1002/nop2.654
Thema 3 – Methoden der Gesundheitsökonomie für die Pflegeforschung
Diese Artikel und Materialien geben einen Überblick über die Methoden der wirtschaftlichen Bewertung und des HEOR und lassen sich direkt auf die Pflegeforschung anwenden.
- Fitzpatrick, E., & Dempsey, O. (2024). Health economics in nursing research: what you need to know to include economic evaluation methodology in your research.. European Journal of Cardiovascular Nursing, 23(1), 99–107. DOI: 10.1093/eurjcn/zvad085
- Unruh, L., & Fottler, M. (2008). Economics of nursing.. PMC / PubMed Central. NIH. DOI: 10.1177/019394590802900310
Thema 4 – Das Schweizer Gesundheitssystem im Kontext
Diese Quellen liefern wichtige Hintergrundinformationen zu den Reformen des Schweizer Gesundheitssystems, die für die Pflegeökonomie von besonderer Bedeutung sind, darunter EFAS und die Pflegeinitiative.
- WHO European Observatory on Health Systems and Policies. (2025). The EFAS reform introduces uniform financing of outpatient and inpatient services.. Switzerland Health Systems Monitor, European Observatory. Link
- Federal Council of Switzerland / Swiss Nursing Association (SBK-ASI). (2025). Implementation of the Pflegeinitiative: Stage 2 draft law on working conditions and professional regulation. Federal Council documentation, submitted to Parliament May 2025. Link
Theme 5 — The value of nursing: broader perspectives
Diese Beiträge stellen die Pflegeökonomie in einen breiteren strategischen und globalen Kontext.
- Abujaber, A. A., & Nashwan, A. J. (2025). Beyond cost centers: The true economic contribution of nursing in healthcare.. SAGE Open Nursing, 11. DOI: 10.1177/23779608251356144
- World Health Organization. (2020). State of the world’s nursing 2020: Investing in education, jobs and leadership.. WHO, Geneva. Link
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